Wir stehen an der Seite aller, die sich gegen Antisemitismus engagieren

19.05.2026
Pressemitteilung

CDU kritisiert Hassplakate in Kiel gegen Antisemitismus-Engagierte und fordert Schutz der Betroffenen sowie konsequente Ermittlungen mit Nachdruck.

Zu den diffamierenden Plakaten in Kiel gegenüber Menschen, die sich gegen Antisemitismus engagieren, erklärt Marion Schiefer, Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion gegen Extremismus:

„Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich beruflich oder zivilgesellschaftlich für den Kampf gegen Antisemitismus und für Völkerverständigung engagieren, werden aktuell im Kieler Stadtgebiet öffentlich an den Pranger gestellt.

Der unverhohlene Gewaltaufruf „Bekämpft alle zionistische Faschisten! Antideutsche sind keine Opfer sondern Täter! Antifa statt AIE/DIG!" sowie die Abbildung der Israelfahne mit den Begriffen „Zionist" und „Faschist" zeugen davon, wie sehr sich offensichtlich Linksextreme bereits von unserem demokratischen Grundkonsens entfernt haben. Das persönliche Herausgreifen und Diffamieren von Menschen, die sich gegen Antisemitismus engagieren, unter Nennung ihres Namens und einer Wohnanschrift, zielt auf deren individuelle Einschüchterung ab."

Die CDU-Fraktion verurteilt diese Hetze als zutiefst verabscheuungswürdig. Sie steht geschlossen an der Seite ihrer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und aller Personen, die friedlich und mit großer Überzeugung durch Bildungs-, Beratungs- und Aufklärungsarbeit gegen Antisemitismus wirken. Sie tritt für intensive deutsch-israelische Beziehungen und aktives jüdisches Leben in Deutschland ein, das ohne Angst und Polizeischutz stattfinden können muss. Antisemitismus mit all seinen Facetten und ideologischen Hintergründen darf in Deutschland keinen Platz haben.

Marion Schiefer fordert zudem eine Beratung der von der Diffamierungskampagne Betroffenen durch die Sicherheitsbehörden sowie sorgfältige Ermittlungen, damit die Urheber und ihre Unterstützer zur Verantwortung gezogen werden.